Christianshavn / Freistadt Christiania
Einer der sehenswertesten Stadtteile der dänischen Hauptstadt ist sicher Christianshavn. Dieser Stadtteil ist sehr alt und wurde von den zahlreichen Bränden in der Stadt weitgehend verschont. Viele Häuser stammen aus dem 17. Jahrhundert, so auch die Erlöserkirche, die zwischen 1682 und 1696 errichtet wurde. Den Turm der Vor Frelser Kirke kann man jedoch nur bei gutem Wetter besteigen, da sich die letzten Stufen bis zur Spitze im Freien befinden. Der Stadtteil wird von einem Kanal durchzogen, an dem man wunderbar entlang schlendern kann. Dabei kommt man auch am Königlichen Marinemuseum vorbei, in dem man zahlreiche Schiffsmodelle und zahlreiche Objekte aus der Welt der Seefahrt bewundern kann. Auf der Insel Holmen wurde im Jahr 2005 die hochmoderne Oper der Metropole eröffnet, die sich über 14 Etagen erstreckt. Das gegenüber dem Schloss Amalienborg liegende, imposante Gebäude umfasst sechs Bühnen und fasziniert durch seine spektakuläre Architektur. Eine besondere
Attraktion im Stadtteil Christianshavn ist der Freistadt Christiania, die in den 70er Jahren entstand. Das ehemalige Militärgelände wurde im Jahr 1971 von Hippies und Aussteigern besetzt, und alle Räumungsversuche schlugen fehl. Im Jahr 1991 wurde die Freistadt dann legalisiert, nachdem die Bewohner versprechen hatten, für die Erhaltung der alten Gebäude zu sorgen und wie alle Bewohner Miete und Müllgebühren zu bezahlen. Die 34 Hektar große Kommune ist heute eine Gemeinschaft, die sich selbst verwaltet und auch Konflikte selbst lösen muss, da es hier keine Polizei gibt. Heute leben etwa 800 Menschen in diesem Gebiet, das auch kulturell einiges zu bieten hat.
In Christiania sind Autos und Motorräder verboten, Touristen dürfen an einigen Stellen nicht fotografieren. Die Bewohner haben sogar eine eigene Währung und eine eigene Flagge. Da diese Art des Lebens auf der Welt wohl einzigartig ist, sollte man auf jeden Fall einen Besuch der Kommune einplanen, wenn man sich länger in Kopenhagen aufhält.
