Geschichte

Bereits im 12. Jahrhundert wurde an der Stelle des heutigen Kopenhagens eine Burg errichtet, um den dort befindlichen Handelshafen gegen Angriffe zu schützen. Schnell entwickelte sich rund um die Burg eine erste Siedlung, die den Namen "Kaufmännerhafen", auf dänisch Köpmannaehafn, erhielt. Bereits im Jahr 1254 erhielt der Ort sein Stadtrecht, die Siedlung und die Burg wurden jedoch im Jahr 1369 zerstört. Die Stadt wurde jedoch bald wieder aufgebaut, und bereits im Jahr 1416 wurde sie zur Königsresidenz. Im Jahr 1443 wurde Kopenhagen dann zur Hauptsstadt Dänemarks ernannt.

Unter dem König Christian IV erlebte Kopenhagen dann Anfang des 17. Jahrhunderts eine Blütezeit. Dennoch wurde die Stadt immer wieder von Kriegen, Seuchen oder Katastrophen stark gebeutelt. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde Dänemark von den Schweden besetzt, die Stadt Kopenhagen konnte jedoch erfolgreich verteidigt werden. Im 18. Jahrhundert wüteten die Pest und andere Seuchen in der dänischen Hauptstadt, so dass etwa ein Drittel der Einwohner dahingerafft wurde. In den Jahren 1728 und 1795 richteten Brände große Zerstörung an, so dass Teile der Stadt immer wieder neu aufgebaut werden mussten. In der Altstadt von Kopenhagen findet man deshalb noch zahlreiche Gebäude aus dem 18. Jahrhundert.

Anfang des 19. Jahrhunderst geriet die Stadt zweimal unter Beschuss durch die Engländer. Während des zweiten Angriffes im Jahr 1807 entstanden große Beschädigungen durch Brände. Die Engländer errangen den Sieg bei diesen Seeschlachten, so dass die Dänen alle in Kopenhagen ankernden Schiffe ausliefern musste. Es dauerte lange Zeit, bis sich Kopenhagen von diesem Schlag erholen konnte. Im Jahr 1864 verlor man während eines Krieges die Gebiete Schleswig und Holstein an die Deutschen. Ende des 19. Jahrhunderst wuchs die Einwohnerzahl von Kopenhagen schnell an, da viele Menschen vom Land in die Stadt umsiedelten. Rund um die Innenstadt entwickelten sich mehrere Viertel, die von Arbeitern und zugezogenen Bürgern bewohnt wurden.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Kopenhagen im Jahr 1940 von den Deutschen eingenommen und bis zum Jahr 1945 besetzt. Zwischen den 60er und den 90er Jahren zogen viele Einwohner aus Kopenhagen weg, um sich in den Vororten niederzulassen. Seit den 90er Jahren befindet sich die Stadt ständig im Umbau, da neue Gebäude errichtet werden, um das Stadtbild moderner zu gestalten.