Kleine Meerjungfrau
Die kleine Meerjungfrau ist eine Bronzeskulptur am Hafen von Kopenhagen und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Kopenhagen. Vorbild für die Skulptur ist die Hauptfigur in Hans-Christian-Andersens berühmten Märchen "Die kleine Meerjungfrau". Die Skulptur sitzt seit 1913 auf einem großen Findling am Ufer des Langeliniekais und blickt hinaus aufs Meer. Sie gilt als Wahrzeichen der dänischen Hauptstadt. "Den lille Havfrue", wie sie im Dänischen heißt, gehört zum Pflichtprogramm für Kopenhagen-Besucher und wird jedes Jahr von Tausenden von Touristen fotografiert. Viele von ihnen sind allerdings erstaunt, dass die Meerjungfrau so klein ist. Mit ihren 1,25 m ist sie wohl das kleinste Wahrzeichen der Welt.
Die berühmte Bronzeskulptur wurde von dem dänischen Künstler Edvard Eriksen im Auftrag des Unternehmers und Kunstförderers Carl Jacobsen erschaffen. Nach dem Besuch einer Aufführung des Balletts "Die kleine Meerjungfrau" beauftragte Jacobsen den Künstler 1909 mit der Erschaffung der Statue. Für das Gesicht der Skulptur saß die Tänzerin der Meerjungfrau aus dem Ballett selbst Modell. Da diese aber nicht bereit war, sich ihrer Kleidung zu entledigen, musste die Ehefrau des Künstlers einspringen. Immer wieder wurde die Meerjungfrau Opfer von Vandalismus. Sie wurde angemalt, mehrfach geköpft und im Jahr 2003 komplett im Wasser versenkt. Die wenigsten wissen, dass es sich bei der Skulptur nur um eine Kopie handelt. Die Original-Meerjungfrau befindet sich im Besitz der Nachfahren Edvard Eriksens.
Nur wenige Schritte zu Fuß entfernt liegt das Kastellet, die ehemaligen Befestigungsanlagen der Stadt. Wenn man stadteinwärts an der Uferpromenade entlang spaziert, erreicht man die Stadtresidenz der dänischen Königin, das Schloss Amalienborg. Ein Anziehungspunkt für Touristen ist die täglich um 12 Uhr stattfindende Wachablösung vor dem Schloss.
