Runder Turm - Observatorium

Im Runden Turm von Kopenhagen ist ein Observatorium untergebracht, es ist sogar das älteste der Welt, in dem noch gearbeitet wird. Während der Wintermonate haben Besucher die Möglichkeit, den Himmel durch das Fernrohr zu beobachten, dazu öffnet sich die Drehkuppel. Der Turm wurde im Jahr 1642 fertiggestellt, nachdem Christian IV, der berühmteste König in der dänischen Geschichte, den Auftrag zum Bau gegeben hatte. Der Turm sollte drei wichtige Einrichtungen für die Gelehrten der damaligen Zeit beherbergen: eine Bibliothek, eine Kirche und das Observatorium. Im Inneren des Turmes befindet sich ein 209 Meter langer Wendelgang, der die einzelnen Etagen miteinander verbindet. Dieser Gang kommt vollkommen ohne Stufen aus, so dass er auch für Familien mit Kinderwagen beispielsweise geeignet ist.

Die Trinitatiskirche schließt sich direkt an den Runden Turm an, darüber liegt die 900 Quadratmeter große, ehemalige Universitätsbibliothek, in der heute wechselnde Ausstellungen zu den Themen Kunst, Geschichte, Wissenschaft und Kultur aber auch Konzerte stattfinden. Auf einer Höhe von rund 35 Metern wurde für Besucher eine Aussichtsplattform eingerichtet, von der aus man einen wunderschönen Blick über Kopenhagen hat. An der Außenfassade des historischen Bauwerkes befindet sich eine goldene Inschrift, die gleichzeitig einen Rebus, also ein kleines Rätsel, darstellen soll. Dieser wurde von König Christian IV entworfen, der Entwurf befindet sich im Reichsarchiv.

Der Runde Turm ist von Ende September bis Ende Mai täglich von 10 bis 17 Uhr, und von Ende Mai bis Ende September von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Das Observatorium steht in den Wintermonaten dienstags und mittwochs von 19 bis 22 Uhr und im Juli und August sonntags von 13 bis 16 Uhr für Besucher offen.